Kinderkrebshilfe in Rostock

Erfahrungsberichte

Erzählen Sie uns Ihre Geschichte.

Portrait von Familie Saarmann erzählt ...
14.Jun.2017

Familie Saarmann erzählt ...

Unsere Diagnose haben wir im August 2014 bekommen. Luca war gerade zwei Jahre alt, und wir waren bei den Großeltern in der Nähe von Rostock.

Eine immens schnell wachsende Beule im Mund war der Anlass, zum Kinderarzt vor Ort zu gehen. Von dort aus ging es direkt auf die Kinderonkologie, um eine Probenentnahme vorzunehmen.

Ziemlich schnell stand fest: Diagnose Rhabdomyosarkom. Ohne Papa und Mann an unserer Seite während der langen Zeit,(dieser musste zu Hause in der Nähe von Bielefeld arbeiten und kam immer an den Wochenenden zu Besuch), entschieden wir uns für die Behandlung in Rostock. Anderthalb Jahre waren geplant.

Wir waren sehr lange Zeit auf der Station, sowohl zur Chemotherapie als auch in Isolation wegen schlechter Blutwerte und schlechtem Allgemeinzustand. Eine immer willkommene Abwechslung war da die Musiktherapie mit Jana-Christin Walter. Da ist Luca immer aufgeblüht und für mich als Mama war es eine gute Gelegenheit, eine kurze Pause zu bekommen. Auch, als wir nur in der Ambulanz zur Kontrolle waren, und Luca hörte, dass Musik gemacht wird, wollte sie immer noch bleiben und mitmachen.

Unsere Mutperlenkette ist in dieser Zeit auf stolze 7,20m gewachsen. Jede Perle ein kleiner Meilenstein und ganz viel Stolz, wieder etwas geschafft bzw. überstanden zu haben. Auch nach der Behandlung ist diese Kette immer in Reichweite, um an unser Schicksal und unser Riesen Glück und Durchhaltevermögen zu erinnern und zu ermahnen, jeden einzelnen Tag trotz der Krankheit, welche uns immer begleiten wird, besonders zu genießen und dafür dankbar zu sein.

Für mich als Mama war es immer eine willkommene Abwechslung, an den Elterntreffen im Verein teilzunehmen. Gemütliche Abende, ernste Gespräche oder der Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten. Freunde und Bekannte können unterstützen, aber ebenso betroffene Eltern können einen einfach besser verstehen. Für diese Chance der Treffen war ich immer sehr dankbar.

Auch zu den Feiertagen wie Ostern, Weihnachten und an den Geburtstagen war der Verein für uns da. Leuchtende Kinderaugen, wenn es Geschenke gibt - in dieser schweren Zeit unbezahlbar! Auch das jährliche Kinderfest war besonders. Danke an den Verein für so viel Engagement!

Auch jetzt, wo wir wieder zu Hause sind, haben wir noch viel Kontakt zum Verein und deren Mitglieder und betroffenen Eltern. Man ist immer willkommen.

Portrait von Familie Stein erzählt ...
26.Apr.2017

Familie Stein erzählt ...

Im Januar 2015 haben wir bei unserer Tochter, die zu diesem Zeitpunkt 6 Monate alt war, eine Veränderung am Bauch festgestellt.

Wir waren beim Arzt und es wurde ein Nierentumor festgestellt. Es war ein Schock, aber wir haben das Beste aus der Situation gemacht, da wir ja auch großen Sohn haben. Es war nicht einfach, für uns alle.

Wir wurden in Rostock auf der Kinderonkologie gut auf genommen und hatten da eine sehr gute Betreuung. Lia wurde operiert und hatte anschließend 10 Wochen Chemotherapie. Sie hat das alles gut überstanden. Wir haben in der Zeit tolle Menschen kennen gelernt und sind für vieles sehr dankbar. 

Nachdem wir mit Lia alles überstanden hatten, sind wir auch zum Elterntreff gegangen. Es war anfangs ein komisches Gefühl aber man hat sich verstanden gefühlt. Seit dieser Zeit haben wir viele tolle Menschen kennen gelernt und auch sehr viel erlebt.    

Das sind auch die Dinge, die den Verein ausmachen, sie kümmern sich um Jeden. Und es gilt auch ein Dank an die Sponsoren, ohne diese wäre vieles nicht möglich.

Seit dem letzten Jahr sind wir auch Mitglieder im Verein und möchten helfen.

Das Elternhaus ist eine wundervolle Sache und für viele Eltern eine große Hilfe.

Portrait von Kerstin erzählt...
17.Feb.2017

Kerstin erzählt...

Im Jahre 1977 mit 12 Jahren erkrankte ich an Leukämie und lag sechs Monate schwer krank in der Klinik. Es war ein großer Schock für mich und meine Eltern, und unser Wohnort lag nicht in der Nähe von Rostock. Besuchszeiten waren Mittwoch und Sonntag für 1,5 Stunden, mein Heimweh war riesengroß. Der Kontakt zu meiner Familie bestand aus diesen zwei Tagen und vielen Tränen. Ein Eltern-Kind-Haus ist sehr wichtig, die liebevolle Nähe von Mutter und Vater ist eine große Unterstützung zur Genesung ihres kranken Kindes.

Mit freundlichen Grüßen
Kerstin Hantel